Glossar

A
Aberrometer
Gerät zur Messung der objektiven und quantitativen Abbildungsfehler durch die sog. Wellenfrontmessung.
Aberrometrie-gesteuerte LASIK
Laserbehandlung, die Brechungsfehler höherer Ordnung mit Hilfe eines Aberrometers korrigiert.
Akkommodation
Fähigkeit des Auges zur Naheinstellung
Alterssichtigkeit
Die Alterssichtigkeit bzw. Presbyopie umfasst den langsamen und altersmäßigen Verlust der Elastizität der Augenlinse.
AMD
Altersbedingte Makuladegeneration
Ametropie
Fehlsichtigkeit
Artisanlinse
Die Artisanlinse ist eine spezielle Linse, Kurzsichtigkeiten (Myopie) von -2 bis zu -25 Dioptrien korrigiert. Die Linse wird nach dem Wäscheklammerprinzip im Inneren des Auges an der Iris befestigt und kann jederzeit wieder entfernt bzw. ausgetauscht werden. Das Verfahren ist reversibel, d.h. es findet keine Gewebeentfernung statt. Ferner ist die implantierte Artisanlinse mit bloßem Auge nicht sichtbar.
Astigmatische Keratektomie
Mit der Astigmatische Keratektomie (AK) werden hohe und extreme Hornhautverkrümmungen ab 3 dpt korrigiert. Diese können z. B. nach Hornhaut-Transplantationen oder durch Vernarbungen nach Verletzungen auftreten können. Die Korrektur erfolgt durch winzige, bogenförmige Schnitte am Rande der Hornhaut.
Astigmatismus
Hornhautverkrümmung / Stabsichtigkeit
Augenlaser
Laser mit therapeutischem Einsatz in der Augenheilkunde, der einerseits zur Behandlung von Fehlsichtigkeiten (Excimer-Laser), andererseits aber auch zur Behandlung von Netzhautveränderungen (Netzhautlaser), Nachstar oder Grünem Star(Glaukomlaser) eingesetzt wird.
B
Bioptik
Bioptik ist ein Verfahren für stark kurzsichtige, d.h. Patienten mit mehr als -10 Dioptrien, junge Patienten. Bei diesen Menschen oder Menschen mit einer sehr dünnen Hornhaut ist eine alleinige und reine Laser-Korrektur nicht möglich, da zu viel Hornhautgewebe abgetragen werden müsste. Beim Bioptik-Verfahren wird mittels eines Hobels (Mikrokeratom) ein äußerst dünner Hornhaut-Deckel geschnitten. Danach wird durch einen Tunnelschnitt eine Kunstlinse implantiert. Circa sechs Wochen nach diesem Eingriff wird die Feinkorrektur (Beseitigung des Astigmatismus) durch eine LASIK-Operation durchgeführt.
Brechkraft
Die Brechkraft wird als Dioptrie (dpt) angegeben und bezeichnet den Kehrwert der in Metern gemessenen Brennweite einer Linse bzw. eines optischen Systems. Die Brechkraft von Sammellinsen wird als positiv, die von Zerstreuungslinsen als negativ bezeichnet.
Brennpunkt
Punkt, in dem bspw. eine optische Linse oder alle parallelen Lichtstrahlen gesammelt werden
C
Cross Linking
Quervernetzung der Hornhaut mittels UV-Bestrahlung und Gabe von Vitamin B2 Augentropfen bei der Erkrankung Keratokonus
D
Dakryostenose
Tränenwegsstenose = "Verstopfung" der Tränenwege
Diabetes mellitus
Stoffwechselerkrankung, die durch erhöhte Blutzuckerwerte charakterisiert ist mit daraus folgender Störung anderer Stoffwechselprozesse und Organschäden.
Diabetische Retinopathie
Bei Diabetespatienten auftretende Netzhauterkrankung, zu einem drastischen Verlust des Sehvermögens führen kann.
Dioptrien
Maßeinheit für die Brechkraft optischer Linsen. Als Abkürzung wird dpt verwendet.
Drusen
Ablagerungen in der Netzhaut durch schlechten Stoffwechsel
E
Emmetropie
Normalsichtigkeit
Endothel
hinterste Schicht der Hornhaut
Epithel
oberste Schicht der Hornhaut
Excimer-Laser
UV- oder Kaltlichtlaser, seit 1986 in der Hornhautchirurgie eingesetzt (z.B. zur Durchführung der LASIK)
Exsudate
Ablagerungen in der Netzhaut
Eyetracker
Zielverfolgungs-/Kontrollsystem, welches in moderne Augenlaser integriert ist, um unwillkürliche, nicht zu unterdrückende Augenbewegungen automatisch auszugleichen, damit der Laserstrahl an der richtigen Stelle appliziert wird
F
Fehlsichtigkeit
Brechkraftfehler, die z.B. aufgrund eines zu kurz oder zu lang gewachsenen Auges entstehen. Die ins Auge einfallenden Lichtstrahlen werden nicht auf der Netzhaut, sondern davor (Myopie, Kurzsichtigkeit) bzw. danach (Übersichtigkeit, Weitsichtigkeit, Hyperopie) vereinigt. Bei einer starken Hornhautverkrümmung vereinigen sich die Lichtstrahlen auf der Netzhaut gestreut und nicht wie normal punktuell.
Flap
Hornhautlentikel, die bei der LASIK durch Einschneiden der Hornhaut mit einem Mikrokeratom entsteht.
Fluoreszenzangiographie
Eine Fluoreszenzangiographie ist ein besonderes bildgebendes Verfahren zur Darstellung von Augenhintergrundsveränderungen. Dazu wird ein Farbstoff (Fluorescein) in die Vene am Arm gespritzt und mit einer speziellen Augenkamera der Augenhintergrund, die Gefäße der Netzhaut (Angiographie), beobachtet. Dieses Verfahren findet Anwendung bei der Beurteilung von Veränderungen bei Diabetes, Makuladegeneration, Tumoren sowie anderen Gefäßveränderungen.
G
Gelbe Linsen
Die heute verwendeten Intraokularlinsen enthalten einen UV-Filter. Neuerdings gibt es auch einsetzbare Linsen mit zusätzlichem Blaulichtfilter. Die natürliche Linse wird im Alter zunehmend gelb und stellt selbst einen effektiven Blaulichtfilter dar, der im Zuge der Kataraktoperation normalerweise verloren geht. Die neue durchsichtig gelbe Linse bietet somit einen gewissen Netzhautschutz im Alter.
Glaukom
Grüner Star
Grüner Star
Meist chronische Augenerkrankung, die mit zeitweise oder dauernd erhöhtem Augeninnendruck einhergeht, später häufig auch mit Sehnervenatrophie, Gesichtsfeldausfällen und Minderung der Sehkraft (Glaukom)
Grauer Star
Meist altersbedingte Trübung der Augenlinse (Katarakt).
H
Halo
Möglicher Nebeneffekt nach der Laserchirurgie, wie z.B. PRK oder LASIK. Hierbei erscheinen um Lichtquellen vergrößerte Lichthöfe und dies vor allem in der Dämmerung oder im Dunkeln.
Haze
Hornhauttrübung, die meist durch eine lokale Entzündungsreaktion hervorgerufen wird.
Hornhaut-Topographie
Hornhaut-Topographien sind diagnostisches Verfahren, bei dem die Oberflächenbeschaffenheit der Hornhaut berechnet und anschließend graphisch dargestellt wird. Individuelle Irregularitäten können somit dargestellt werden.
Hornhautdicke
Die Hornhautdicke ist essentiell für eine Entscheidung für hornhautchirurgische Eingriffe. Da nicht unbegrenzt viel Hornhautgewebe, wie z.B. durch einen Laser, entfernt werden kann ohne die Stabilität der Hornhaut zu gefährden, ergeben sich automatisch Grenzen für die Laser-Verfahren.
Hyperopie
Weitsichtigkeit
I
ICL
Implanted Contact Lens
ICR
Intrastromaler cornealer Ring
Implanted Contact Lens
Implantierbare Kontaktlinse (ICL - Implanted Contact Lens), die zusätzlich zur Korrektur des Sehfehlers zwischen Iris und körpereigene Augenlinse in die Augen-Hinterkammer (Hinterkammerlinse) eingesetzt wird.
Indikation
Voraussetzungen, die für einen gewissen Eingriff bzw. eine Behandlung sprechen.
Intrastromaler cornealer Ring
Bogenförmige, hauchdünne Kunststoffsegmente, die am Rand der Hornhaut implantiert werden. Jedoch wird das Hornhautzentrum dabei nicht berührt.
Intravitreale Injektion
Injektion in den Glaskörper des Auges
IOL
Intraokularlinse
Iris
Iris (Regenbogenhaut) ist der farbige Ring im Inneren des Auges. Dieser gibt dem Auge seine Farbe.
K
Katarakt
Unter Katarakt oder grauem Star werden Augenkrankheiten, die durch eine Trübung der Augenlinse (Linsentrübung) gekennzeichnet sind, zusammengefasst. Neben dem angeborenen Katarakt gibt es auch den Alterskatarakt (Alters-Star), der sich aus noch ungeklärten Gründen entwickelt. Die Umgebung wird wie durch einen Nebel wahrgenommen, helles Tageslicht als grell empfunden. Bei fortgeschrittener Erkrankung wirkt das Auge von außen getrübt.
Keratitis
Hornhautentzündung
Keratokonus
Gewebeschwäche der Hornhaut. Hier ist die Hornhaut kegelförmig vorgewölbt und verdünnt.
Konjuktivitis
Bindehautentzündung
Kornea
Hornhaut
Kurzsichtigkeit
Bei Kurzsichtigkeit (Myopie) werden ferngelegene Gegenstände unscharf wahrgenommen, Objekte in der Nähe werden hingegen scharf auf der Netzhaut abgebildet und können entsprechend scharf erkannt werden.
L
LASEK
Lasermethode zur Korrektur der Fehlsichtigkeit
Laser
Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation
LASIK
Laser in situ Keratomileusis
M
Makula
Stelle des schärfsten Sehens
Makulaödem
Flüssigkeitsansammlung in der Makula
Makuladegeneration (MD)
altersbedingte Stoffwechselstörung der Netzhaut und der Stelle des schärfsten Sehens. Die Makuladegeneration ist schmerzlos. Sie kann in kurzer Zeit zur erheblichen Sehbehinderung führen ("feuchte Degenration") oder sich über viele Jahre entwickeln ("trockene Degeneration").
Makulopathie
Veränderungen der Makula
Mikrokeratom
Automatischer Präzisionshobel, mit dem bei der LASIK die Hornhautlamelle gebildet wird.
Multifokallinse
Intraokularlinsen (IOL) nach einer Kataraktoperation, mit der die Patienten im besten Fall völlig auf ihre Brille verzichten können, da eine optimale Sicht sowohl in Nah- als auch in Fernbereichen möglich ist
Myopie
Kurzsichtigkeit
N
Neovaskularisation
Neubildung von krankhaften Gefäßen
O
Objektive Refraktion
Die objektive Refraktion dient zur optischen Vermessung des Auges. Mit einem sog. Diagnosestrahl (Infrarot oder Laser) ist es möglich, das Auge auf 1/10 Dioptrien genau zu vermessen. Zunächst wird diese Messung bei normaler Pupille durchgeführt, um dann die Messung der objektiven Refraktion bei medikamentös erweiterten Pupillen zu wiederholen. Hierdurch wird sichergestellt, dass das Auge nicht durch Naheinstellung den Messwert verfälscht. Nach einer solchen objektiven Messung mit erweiterter Pupille (Cycloplegie) kann die Fahr- und Lesefähigkeit für ein bis zwei Tage eingeschränkt sein. Meist besteht diese Einschränkung jedoch nur für einige Stunden, sollte aber von Patienten, die zu einer Voruntersuchung kommen, berücksichtigt werden.
Ophthalmologe
Augenarzt
P
Pachymeter
Gerät zur Bestimmung der Hornhautdicke meist mittels Ultraschall.
Presbyopie
Alters-Weitsichtigkeit
PRK
Photoablative Refraktive Keratektomie
R
Refraktion
Refraktion (lat. re = zurück, frangere = brechen) bezeichnet den Brechwert der optischen Korrektur, mit der zusammen ein bestimmtes Auge ohne Akkommodation ein scharfes Bild erzeugt. Zu unterscheiden sind die objektive Refraktion, die von einem Messgerät bestimmbar ist und durch die Brechungseigenschaften des Augapfels bestimmt wird, sowie die subjektive Refraktion, die eine Auskunft des Untersuchten über die wahrgenommene Bildschärfe erfordert.
Refraktive Chirurgie
Operative Verfahren zur Korrektur von Fehlsichtigkeit, wie z.B. Femto-LASIK, LASIK, Epi-LASIK, LASEK, PRK, ICL, Iris-Clip-Linsen, RK
Retina
Netzhaut
Retratment
Nochmalige LASIK-Operation zur Behebung einer noch bestehenden Restfehlsichtigkeit. Diese ist allerdings nur in den wenigen Fällen notwendig, in denen mit der ersten Operation nicht das gewünschte Ergebnis erzielt werden konnte.
S
Sammellinse
Eine Sammellinse, auch Konvexlinse, Positivlinse genannt, bezeichnet eine Linse mit positiver, vergrößernder Brechkraft. Eine solche Linse sammelt das Licht und fokussiert es in ihrem Brennpunkt, d.h. sie wandelt ein paralleles Lichtstrahlenbündel in konvergente Strahlen um, so dass ein reales Abbild der Umgebung entsteht.
Sicca Syndrom
Das Sicca Syndrom bezeichnet ein sog. "trockenes Auge". Unter einem Problem leidet etwa jeder 5. Patient, der einen Augenarzt aufsucht. Häufig empfindet der Betroffene ein Brennen, Jucken des Auges bzw. ein Fremdkörpergefühl im Auge. Das Syndrom ist eine Tränensekretionsstörung, die sich in leichter Rötung des Auges und / oder Sandkorngefühl und leichter Ermüdbarkeit der Augen äußert.
Sph
Sphärischer Wert
Sphärischer Werte
Der sphärische Wert (Sph.) gibt Auskunft über den Grad der Kurzsichtigkeit (minus) bzw. Weitsichtigkeit (plus).
Subjektive Refraktion
Bei der subjektiven Refraktion ermittelt der Augenarzt durch Befragung des Patienten und mittels eines Brillenapparats (Phoropter) die tatsächlich angenommenen Werte für die Sehkraft. Dieses Verfahren kann von der objektiven Refraktion abweichen und sollte bei normaler Pupillengröße unter nach DIN Norm definierten Bedingungen durchgeführt werden.
T
Topographie
Höhen- und Krümmungsdarstellung der Hornhautoberfläche
Topolink
Individuelle Korrektur eines Brechkraftfehlers unter besonderer Berücksichtigung der Hornhauttopographie im Feld der zu erzielenden optischen Zone. Dabei wird die Flächenbrechkraft der Hornhaut über die ganze optische Zone korrigiert.
U
Überkorrektur
Der Effekt einer Operation übersteigt das erwartete Ergebnis. Ein Patient der z.B. kurzsichtig war, wird hierdurch geringfügig weitsichtig. Es besteht somit ein Restsehfehler.
Übersichtigkeit
Übersichtigkeit wird auch als Weitsichtigkeit oder Hyperopie bezeichnet. Meist ist dabei das Auge zu kurz gewachsen, so dass der Brennpunkt der einfallenden Lichtstrahlen daher nicht auf, sondern hinter der Netzhaut liegt. Weit entfernte Gegenstände können scharf erkannt werden, in der Nähe sieht der Patient jedoch nur ungenau.
Unterkorrektur
Der gewünschte Effekt der Operation war nicht ausreichend genug. Es besteht somit ein Restsehfehler.
W
Weitsichtigkeit
Bei Weitsichtigkeit (Hyperopie) werden Gegenstände in der Ferne im Allgemeinen deutlicher als Objekte in der Nähe wahrgenommen.
Wellenfront-Technologie
Wellenfront-Technologie ist eine relativ neue Technologie zur Bestimmung des Gesamtbrechkraftfehlers des Auges. Eine Welle parallelen Lichtes wird hierbei in das Auge geschickt und dann auf der Retina fokussiert. Die reflektierte Welle wird beim Austritt aus dem Auge durch ein Linsenarray gesendet und von einer speziellen Kamera aufgenommen. Bei einem idealen Auge bildet die reflektierte Welle eine ebene Wellenfront. Hingegen stellt jede Abweichung von der ebenen Welle einen Brechungsfehler dar. Dieser kann unter Umständen mit dem Laser korrigiert werden. Notwendig hierfür sind ein sog. Flying Spot Laser und rotationsfehlerfreier Eyetracker, welche eine fehlerfreie Durchführung einer Operation erlauben.
Z
Zyl
Zyl ist eine Abkürzung für Zylinder und gibt den Wert einer Hornhautverkrümmung in Dioptrien an, wie z.B. 1,5 dpt. Ein positives oder negatives Vorzeichen spielt dabei keine Rolle.

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