Cornea Cross Linking

Das Cross Linking, also die Quervernetzung der Hornhaut, ist eine operative Methode zur mechanischen Stabilisierung von Geweben.
Die Hornhaut wird mit Riboflavin (Vitamin B2) und einer etwa 30minütigen Bestrahlung des Gewebes mit UV-A-Licht behandelt, wodurch sich zusätzliche Verbindungen zwischen den einzelnen Kollagenfasern – die so genannten Quervernetzungen – erzeugen lassen. Die Intensität der UV-Strahlung wird dabei so eingestellt, dass die Augenstrukturen unter der Hornhaut nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Dies ist vergleichbar mit einem Netz, das zusätzliche Verstrebungen erhält und dadurch stabiler wird. Die Fasern sind solider und festigen die Hornhaut. Ein Fortschreiten der kegelförmigen Vorwölbung der Hornhaut wird dadurch verhindert.
Das Cross Linking wurde in der Vergangenheit bereits häufig in anderen Bereichen der Medizin, wie z. B. der Orthopädie oder der Herzchirurgie eingesetzt.