Epikanthus
Sichelförmige Hautfalte am inneren Lidwinkel
Die meist genetisch bedingte Hautfalte ist charakteristisch für viele ostasiatische und indochinesische Völker.
Häufig ist sie auch bei Menschen mit Down-Syndrom (Trisomie 21), Cri-du-chat-Syndrom, Zellweger-Syndrom, Noonan-Syndrom, De-Grouchy-Syndrom, Smith-Lemli-Opitz-Syndrom, Blepharophimose-Ptosis-Epicanthus-inversus-Syndrom (BPES) und anderen Syndromen.
Meist ohne Probleme kann die Epikanthusfalte manchmal doch mit einem Unterlid Entropium (einwertsgedrehtes Unterlid) wobei die Wimpern im Auge scheuern, oder im Gegenteil mit einem Unterlid Ektropium (auswärtsgedrehtes Unterlid) wobei die Tränen herausträufeln, assoziiert sein.
Wegen den beidseitig nach innen mehr bedeckten Augenoberflächen entsteht besonders oft bei Kindern das Bild eines so genannten Pseudo- Strabismus, ohne dass wirklich ein krankhaftes Schielen vorliegt.
Ebenfalls nach Unfällen oder chirurgischen Eingriffen wie fehlerhafte kosmetische Operationen können Epikanthusfalten entstehen.
Solange keine sekundären Probleme entstehen müssen Epikanthusfalten nicht operiert werden. Jedoch bei assoziierten Komplikationen stehen verschiedene Operationstechniken zur Verfügung.
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