Makula-Degeneration

Eine Netzhautkrankheit im höheren Alter

Die
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altersbedingte Makuladegeneration (AMD)
ist eine Augenerkrankung, die in zwei Formen auftritt: als trockene AMD und als feuchte AMD. In der Augenklinik Dardenne finden Sie die modernsten Möglichkeiten in Diagnostik und Therapie.

 

Makula-Degeneration (AMD) –
Feuchte oder Trockene AMD

Was ist das eigentlich?

Als
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Makula
(medizinisch: Macula lutea) wird der Punkt des schärfsten Sehens auf der Netzhaut bezeichnet. Die
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Makula
-Degeneration oder genauer die „Altersbedingte
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Makula
-Degeneration“ (AMD) ist, wie der Name sagt, eine Erkrankung der
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Makula
, die zu einem Funktionsverlust dieses Bereiches der Netzhaut führt. Aufgrund des langsamen Fortschreitens der AMD tritt sie vor allem im höheren Alter auf.

Die
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Makula
liegt auf der Netzhaut in der Mitte des Augenhintergrundes. Sie ist nur wenige Quadratmillimeter groß, aber bestimmt ganz entscheidend wichtige Sehfunktionen: Lesen, das Erkennen von Gesichtern oder auch das Unterscheiden von Farben und das Sehen von Kontrasten. Wenn die
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Makula
sich krankheitsbedingt verändert, hat das sehr große Auswirkungen auf unser Sehvermögen.

 

 

Die Erkrankung entwickelt sich sehr unterschiedlich. Viele Betroffene bemerken über lange Zeit keine Verschlechterung des Sehvermögens. Die AMD verläuft auch nicht in beiden Augen einer Person mit gleicher Geschwindigkeit.

Am Ende kann es im schlimmsten Fall zum Verlust des zentralen Sehens kommen. Dies bedeutet, man erblindet nicht völlig, da das periphere Sehen erhalten bleibt. Es ist, als ob beim Betrachten eines Bildes nur der Rahmen sichtbar ist. Die Mitte bleibt unsichtbar.

Makuladegeneration im Überblick

 

 

Die wichtigsten Formen 

  • Trockene Makuladegeneration
    Sie ist mit einem Anteil von 80% die häufigste dieser beiden Formen.
  • Feuchte Makuladegeneration
    Sie entwickelt sich aus der trockenen Form.

Die Risikofaktoren 

  • Rauchen
  • Zunehmendes Lebensalter
  • Familiäre Veranlagung 

Die Symptome 

  • Lesen wird immer schwieriger.
  • Das Kontrastempfinden schwächt sich ab.
  • Farben wirken blasser.
  • Gerade Linien erscheinen gewellt.
  • Die Anpassungsfähigkeit an veränderte Lichtverhältnisse  nimmt ab.
  • Die Blendungsempfindlichkeit erhöht sich.
  • Es kommt zu zentralen Gesichtsfeldausfällen

Trockene AMD

Ursachen und Verlauf

Die altersabhängige Makuladegeneration tritt in den meisten Fällen bei Personen im Alter von über 50 Jahren auf. Auslösender Faktor im Auge sind Probleme beim Abtransport von Stoffwechselprodukten. Diese lagern sich dann unter der Netzhaut ab und führen langfristig zu einer Schädigung der
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Netzhautmitte

Bei der trockenen AMD bildet sich ein Teil der Netzhaut zurück. Sie wird dünner und kann absterben. Die Sehfähigkeit nimmt langsam ab, da auch dieser schädigende Prozess sehr langsam verläuft.

Feuchte AMD

Ursachen und Verlauf

 

Die feuchte AMD entwickelt sich in der Regel aus der trockenen Form der Erkrankung. Bei der feuchten AMD wachsen neue, poröse Blutgefäße unter die Netzhaut. Sie lösen Blutungen, Schwellungen und in späteren Stadien auch Narbenbildungen aus. Dies kann sehr schnell zu Einschränkungen der Nah- und Weitsicht führen. Alltägliche Handlungen wie Lesen und Autofahren sind nicht mehr möglich.

 

Der Verlauf – schmerzlos und unbemerkt

Da die feuchte AMD keine Schmerzen verursacht und zuerst nur auf einem Auge beginnt, entwickelt sie sich in den meisten Fällen unbemerkt weiter. Denn das gesunde Auge gleicht den anfänglichen Sehverlust aus. Dadurch kann es zu Schädigungen und Sehverlust im erkrankten Auge kommen, noch bevor die Verschlechterung des Sehvermögens bemerkt wird.


 

 

Nutzen Sie die Chancen einer Vorsorge-Unter­suchung

  • ab 50 Jahren
  • bei Vorliegen eines Risikofaktors

 

 

Makuladegeneration

Möglichst frühzeitig erkennen

 

Eine Makuladegeneration kann über viele Jahre unbemerkt bleiben. Eine Vorsorgeuntersuchung beim Augenarzt ist die einzige Möglichkeit eine AMD frühzeitig zu erkennen.

Die empfohlene jährliche Untersuchung ist besonders wichtig für Personen über 60 Jahre.

Die Untersuchung

in unserer Klinik


Um eine AMD festzustellen, gibt es verschiedene diagnostischen Verfahren. Basisuntersuchung ist die Spiegelung des Augenhintergrundes. So lassen sich Ablagerungen auf der Netzhaut schon in einem sehr frühen Stadium erkennen. Bei dieser Untersuchung sieht der Arzt aber nur die oberste Schicht der Netzhaut. Weitere Untersuchungen mit modernster Technologie können die Diagnose weiter verbessern und verfeinern. Mit Hilfe der Optischen Cohärenztomografie (OCT), die wir auch in der Augenklinik Dardenne nutzen, können die unterschiedlichen Schichten der Netzhaut sichtbar gemacht werden. Die Untersuchung wird ohne Berührung des Auges durchgeführt und liefert innerhalb kurzer Zeit exakte Bilder aller Schichten der Netzhaut. So lässt sich der Schweregrad der AMD bestimmen sowie der weitere Krankheitsverlauf exakt verfolgen und der Arzt erhält  wichtige Hinweise für die Behandlung.

Anzeichen einer AMD

selbst erkennen


Der Amsler-Gitter-Test ist eine einfache Methode, Ihre Augen selbst auf die typischen Anzeichen einer AMD zu überprüfen. Am besten ist es, wenn Sie den Test regelmäßig zwischen Ihren jährlichen Vorsorgeuntersuchungen anwenden. So bemerken Sie mögliche Veränderungen und können schnell reagieren. Bedenken Sie aber bitte, dass dieser Selbsttest eine augenärztliche Untersuchung nicht ersetzen kann.

Der Amsler-Gitter-Test



So funktioniert der Test

  • Halten Sie das Amsler-Gitter auf Leseabstand (ca. 30cm). Wenn Sie Brille oder Kontaktlinsen tragen, benutzen Sie diese.
  • Halten Sie sich zuerst ein Auge zu und testen Sie danach das andere Auge.
  • Schauen Sie mit dem offenen Auge den Punkt in der Mitte genau an: Können Sie den Punkt in der Mitte klar erkennen oder ist er verschwommen, durch einen Schleier verdeckt oder fehlt er ganz?
  • Behalten Sie den Punkt im Auge und beurteilen Sie nun die Linien rund um den Punkt. Sind sie verzerrt oder verbogen. Sind die Quadrate gleich groß oder verschwommen?

 

 

Falls Ihnen bei dem Test etwas auffällt, lassen Sie bei Ihrem Augenarzt eine mögliche AMD abklären.

Die Behandlung

Unterschiedliche Möglichkeiten für
trockene und feuchte AMD

 

 

Die trockene AMD

Derzeit gibt es leider keine wirkungsvolle Therapie, um die Schädigungen durch die trockene AMD zu behandeln. Aber Sie können den Verlauf der Erkrankung erheblich verzögern.

Empfohlen werden: 

  • Eine gesunde Lebensweise.
    Bewegung und vitamin- und luteinreiche Nahrung wie Brokkoli, Paprika oder Obst, sind für die Vorbeugung besonders hilfreich.
  • Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamine, Mineralien und Antioxidantien. Sie können den Verlauf verzögern, sind jedoch nur in Abstimmung mit Ihrem Arzt einzunehmen.
  • Ausschluss von
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    Risikofaktoren
    . Verzichten Sie auf Rauchen. Achten Sie auf eine optimale Einstellung des Blutdrucks sowie des Fett- und Zuckerstoffwechsels.

Die feuchte AMD

Bei der feuchten Form hat sich die medikamentöse Behandlung der
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Makula
durch direkte Injektion in den
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Glaskörper
als wirksam erwiesen.

Das Wachstum der krankhaften Blutgefäße, die die feuchte AMD verursachen, wird durch einen Botenstoff (VEGF) gesteuert. Wird dieser Botenstoff gehemmt, kann ein weiteres Fortschreiten der feuchten AMD verhindert werden. In der Regel sind wiederholte Injektionen erforderlich. Durch örtliche Betäubung ist die Behandlung nahezu schmerzfrei.

Zur Hemmung des Botenstoffs stehen verschiedene Arzneimittel zur Verfügung.

Wir informieren Sie gerne in einem ausführlichen ärztlichen Beratungsgespräch über alle Möglichkeiten und erstellen für Sie einen individuellen Behandlungsplan.

Sie haben Fragen?

Wir beraten Sie gerne

bei trockener oder feuchter AMD


Die Makuladegeneration ist eine sehr komplexe Erkrankung. Sie verläuft bei jedem Betroffenen unterschiedlich. Wir beraten Sie individuell in unserer Sprechstunde.

Intravitreale Injektionen (IVOM)

führen wir im MVZ Bonn City durch


Zur Behandlung der feuchten AMD hat sich eine Medikamenteneingabe in den
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Glaskörper
als wirksam erwiesen. 

Diese Injektion erfolgt unter sterilen Bedingungen mit Hilfe eines Operationsmikroskops in unserer Praxis in der Bonner Innenstadt, Vivatsgasse 2.

Vergrößernde Sehhilfen können helfen.

Lesen trotz fortgeschrittener AMD.


Optische oder elektronische Hilfsmittel können bei fortgeschrittener Erkrankung Lesen und Naharbeiten ermöglichen. Weitere Informationen finden Sie unter vergrößernde Sehhilfen.